Online-Publikation

Kurzgefasste deutsche Demokratiegeschichte 1789 bis 1918

Trotz einer äußerst produktiven Forschungs- und Publikationsaktivität hat die Geschichtswissenschaft bislang keine kurzgefasste, verständlich geschriebene, an einen breiten Leserkreis gerichtete Überblicksdarstellung zur deutschen Demokratiegeschichte hervorgebracht. Für die übergroße Mehrheit potentiell interessierter Leserinnen und Lesern – beispielsweise für Lehrkräfte im Schulbetrieb oder in der politischen Bildungsarbeit, für Schülerinnen und Schüler oder Studierende – fehlt es somit an einem brauchbaren Gesamtüberblick zur 200-jährigen deutschen Demokratiegeschichte, der die zentralen Entwicklungslinien herausarbeitet, die wichtigsten Personen und Träger vorstellt oder die Rahmenbedingungen und Zusammenhänge verdeutlicht. Diese Lücke wird das Projekt schließen, das im Kalenderjahr 2021 auf die Veröffentlichung einer knapp 75-seitigen Online-Publikation zur deutschen Demokratiegeschichte zwischen dem Beginn der Neuesten Geschichte und dem auslaufenden „langen 19. Jahrhundert“ (E. Hobsbawm) angelegt ist (1789-1918). Verfasst von drei einschlägig ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, soll ein fundierter Überblick zu den Anfängen deutscher Demokratiegeschichte erarbeitet werden, der sich für den Einstieg in das Thema ebenso eignet wie für ein Repetitorium. Es ist geplant, das Projekt in den Folgejahren fortzusetzen und mit einer Buchpublikation abzuschließen, die alle Teilveröffentlichungen enthält, also den Gesamtzeitraum vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart überspannt.  

 

Inhalt 

Die für den Zeitraum 1789-1918 geplante Online-Publikation soll

  • die zentralen Entwicklungslinien der deutschen Demokratiegeschichte herausarbeiten,  

  • ihre wichtigsten Personen und Träger vorstellen, 

  • und ihre Rahmenbedingungen und Zusammenhänge verdeutlichen.   

 

In inhaltlicher Hinsicht wird es darum gehen, die Entwicklungsbedingungen und -prozesse zu erläutern – und dabei nicht nur die Interdependenz zwischen nationalem Bedingungsrahmen (Innen-/Außenpolitik, Wirtschaft, Gesellschaftsstruktur, Kultur) und demokratischen Entfaltungen (Institutionen, Personen, Schichten), sondern auch die ideengeschichtlichen und kulturellen Kontexte deutscher Demokratiegeschichte herauszuarbeiten (Amerikanische Revolution, Französische Revolution). In komprimierter Form werden somit die zentralen Entwicklungslinien deutscher Demokratiegeschichte erkenn- und ihre Wechselwirkungen mit ganz unterschiedlichen geschichtsmächtigen Faktoren nachvollziehbar. 

Es entspricht den Leseinteressen eines breiten Publikums, diese Demokratiegeschichte entlang einer chronologischen Grobstruktur zu verfassen, die in einer thematischen Feingliederung übergreifende Entwicklungslinien thematisiert (Verfassungsentwicklung/ Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit; Veränderung der Bevölkerungsstruktur/ Wahlergebnisse; Entwicklung der politischen Kultur, des Parteien- und Vereinswesens usw.). 

Wichtige Meilensteine für die Gliederung der chronologischen Struktur sind beispielsweise:

  • Amerikanische Revolution, Französische Revolution, Julirevolution 1830 

  • Mainzer Republik  

  • Hambacher Fest 

  • Wartburgfest 

  • Revolution 1848/49 („Paulskirchenparlament") 

  • Reichsgründung  

In diesem Jahr wirken mit:

  • Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Ruhr-Universität Bochum

  • Prof. Dr. Paul Nolte, Freie Universität Berlin

  • Prof. Dr. Hedwig Richter, Universität der Bundeswehr München

Die „kurzgefasste deutsche Demokratiegeschichte 1789-1918" soll als Online-Publikation im Umfang von 75 Seiten erscheinen und allen Interessentinnen und Interessenten zum freien Download angeboten werden.

Projektleitung

Dr. Lars Lüdicke

Referent Politik & Geschichte

Deutsche Gesellschaft e. V.

Voßstraße 22

10117 Berlin

lars.luedicke@deutsche-gesellschaft-ev.de

Telefon:  +49 (0) 30 88 412 203