Symposium

Deutsche Demokratiegeschichte.
Eine Herausforderung der historisch-politischen Bildungsarbeit

Der Blick in die Vergangenheit offenbart, dass unsere Demokratie keineswegs selbstverständlich ist, sondern errungen und erkämpft werden musste. Sie wurde in einem langen historischen Prozess durchgesetzt – der allerdings nicht geradlinig verlief und weder abgeschlossen noch unumkehrbar ist. Gerade in jüngster Zeit werden Gefährdungen und Bedrohungen erkennbar, die Ansporn sein müssen, die Kräfte der Zivilgesellschaft und die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie zu stärken.

 

Leitfrage

Doch vermag die Demokratiegeschichte einen solchen Stabilisierungsbeitrag zu leisten?

Konkret: Trägt die Erinnerung an das lange Ringen um Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu einer positiven Traditionsbildung bei – oder unterstützt die Auseinandersetzung mit Demokratiegeschichte sogar die Herausbildung einer identitätsstiftenden Wertschätzung der Demokratie? Mit dieser Leitfrage beschäftigt sich eine 2018 etablierte Veranstaltungsreihe, die nun bereits drei Symposien umfasst: »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Aufgabe der Erinnerungsarbeit«, »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Aufgabe der Vermittlungsarbeit« und das im September stattgefundene mit dem Titel »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Herausforderung der historisch-politischen Bildungsarbeit«. Die Ergebnisse der Symposien werden und wurden jeweils in gleichnamigen Büchern publiziert.

Ziel

Auf den in den Vorjahren erzielten Arbeitsergebnissen aufbauend, rückte im 2021 stattgefundenen Symposium die Frage in den Mittelpunkt, welche Ansätze, Methoden und Formate als zeitgemäße und erfolgreiche Angebote der historisch-politischen Bildung zur Demokratiegeschichte ausgemacht und gefördert werden können. Dementsprechend untersuchte das Symposium die Inhalte, Ansätze, Methoden und Formate, für die sich die Zielgruppen interessieren beziehungsweise über die sie erreichbar sind. Mit dieser Art von Zielgruppenanalyse erhalten die Akteure historisch-politischer Bildungsarbeit Ergebnisse, um ihre Aktivitäten (erfolgreicher) auszurichten.

 

Zielgruppen

Im Fokus standen vor allem folgende Gruppen:

  • Jugendliche (Schülerinnen und Schüler, Studierende)

  • Lehrkräfte

  • Polizistinnen und Polizisten

  • Soldatinnen und Soldaten

  • Medienschaffende

Zum Flyer des Symposiums hier klicken.

Den Mitschnitt der kompletten Veranstaltung finden Sie hier.

Mitgewirkt haben

  • Polizeidirektor Thilo Cablitz, Pressesprecher der Polizei Berlin

  • Korbinian Frenzel, Journalist Deutschlandfunk Kultur (Moderation)

  • Antje Funcke, Senior Expert Familie und Bildung im Programm Wirksame Bildungsinvestitionen der Bertelsmann Stiftung

  • Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte Die WELT / WELT am Sonntag

  • Prof. Dr. Christoph Kopke, Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

  • Dr. Christoph Kucklick, Schulleiter der Henri-Nannen Schule Hamburg

  • Oberst i.G. Dr. Sven Lange, Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam

  • Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes

  • Prof. Dr. Tilman Mayer, Professor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie Vorstand der Deutschen Gesellschaft e. V.

  • Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland

  • Dr. Katharina Neef, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig

  • Prof. Dr. Sönke Neitzel, Professor für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam

  • Prof. Dr. Oliver Plessow, Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Rostock

  • Sabine Rennefanz, Teamleiterin Dossier BERLINER ZEITUNG

  • Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz

  • Prof. Dr. Bernd Schröder, Stellvertretender Vorsitzender der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend sowie Professor für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Religionspädagogik und Bildungsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen

  • Dr. Werner Treß, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam

Die Kurzbiografien der Beteiligten finden Sie hier.

Projektleitung

Dr. Lars Lüdicke

Referent Politik & Geschichte

Deutsche Gesellschaft e. V.

Voßstraße 22

10117 Berlin

lars.luedicke@deutsche-gesellschaft-ev.de

Telefon:  +49 (0) 30 88 412 203