Symposium

geplant für Sommer 2021

Deutsche Demokratiegeschichte.
Eine Herausforderung der historisch-politischen Bildungsarbeit

Der Blick in die Vergangenheit offenbart, dass unsere Demokratie keineswegs selbstverständlich ist, sondern errungen und erkämpft werden musste. Sie wurde in einem langen historischen Prozess durchgesetzt – der allerdings nicht geradlinig verlief und weder abgeschlossen noch unumkehrbar ist. Gerade in jüngster Zeit werden Gefährdungen und Bedrohungen erkennbar, die Ansporn sein müssen, die Kräfte der Zivilgesellschaft und die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie zu stärken.

 

Leitfrage

Doch vermag die Demokratiegeschichte einen solchen Stabilisierungsbeitrag zu leisten?

Konkret: Trägt die Erinnerung an das lange Ringen um Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu einer positiven Traditionsbildung bei – oder unterstützt die Auseinandersetzung mit Demokratiegeschichte sogar die Herausbildung einer identitätsstiftenden Wertschätzung der Demokratie? Mit dieser Leitfrage beschäftigt sich eine 2018 etablierte Veranstaltungsreihe, die bislang zwei Symposien umfasst: »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Aufgabe der Erinnerungsarbeit« sowie »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Aufgabe der Vermittlungsarbeit«. Für den Herbst 2021 ist die Folgeveranstaltung geplant, die unter dem Titel steht: »Deutsche Demokratiegeschichte. Eine Herausforderung der historisch-politischen Bildungsarbeit«. Die Ergebnisse der Symposien werden jeweils in gleichnamigen Büchern publiziert.

Ziel

Auf den in den Vorjahren erzielten Arbeitsergebnissen aufbauend, rückt in dem im September 2021 stattfindenden Symposium die Frage in den Mittelpunkt, welche Ansätze, Methoden und Formate als zeitgemäße und erfolgreiche Angebote der historisch-politischen Bildung zur Demokratiegeschichte ausgemacht und gefördert werden können. Dementsprechend soll das Symposium die Inhalte, Ansätze, Methoden und Formate untersuchen, für die sich die Zielgruppen interessieren beziehungsweise über die sie erreichbar sind. Mit dieser Art von Zielgruppenanalyse erhalten die Akteure historisch-politischer Bildungsarbeit somit Ergebnisse, um ihre Aktivitäten (erfolgreicher) auszurichten.

 

Zielgruppen

Im Fokus stehen vor allem folgende Gruppen:

  • Jugendliche (Schülerinnen und Schüler, Studierende)

  • Lehrkräfte

  • Polizistinnen und Polizisten

  • Soldatinnen und Soldaten

  • Medienschaffende

Mitwirken werden unter anderem

  • Korbinian Frenzel, Journalist Deutschlandfunk Kultur und Moderator

  • Antje Funcke, Senior Expert Familie und Bildung im Programm Wirksame Bildungsinvestitionen der Bertelsmann Stiftung

  • Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte Die WELT / WELT am Sonntag

  • Prof. Dr. Christoph Kopke, Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

  • Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes

  • Prof. Dr. Tilman Mayer, Professor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie Vorstand der Deutschen Gesellschaft e. V.

  • Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland

  • Prof. Dr. Sönke Neitzel, Professor für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam

  • Prof. Dr. Oliver Plessow, Professor für Geschichtsdidaktik an der Universität Rostock

  • Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz

  • Prof. Dr. Bernd Schröder, Stellvertretender Vorsitzender der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend sowie Professor für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Religionspädagogik und Bildungsforschung an der Georg-August-Universität Göttingen

Projektleitung

Dr. Lars Lüdicke

Referent Politik & Geschichte

Deutsche Gesellschaft e. V.

Voßstraße 22

10117 Berlin

lars.luedicke@deutsche-gesellschaft-ev.de

Telefon:  +49 (0) 30 88 412 203